Nutzung des Sandgarten – Badestelle in Schwaan gefährdet

In den vergangenen Monaten wurden die Mitglieder der Grünen von verschiedenen Einwohnern darüber informiert, dass sich der Badebetrieb für Einheimische im Bereich des Campingplatzes „Sandgarten“ zunehmend problematisch gestalte. Bislang ist Schwaanern die Mitnutzung der Badestelle an der Warnow für die Zahlung eines kleinen Obolus gestattet.

Auf der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren, Bildung, Soziales und Kultur am 26. August 2019 befragte die Ausschussvorsitzende Maren Gäde (Grüne) daher die Vertreter der Verwaltung, ob ihnen diesbezügliche Probleme bekannt seien. Dies wurde verneint. Dadurch sah sich Maren Gäde veranlasst, zu den Betreibern des Campingplatzes Kontakt aufzunehmen und um einen Vor-Ort-Termin zu bitten. Im Verlauf des Gesprächs, das Frau Gäde als sehr freundlich und aufgeschlossen empfand, wurde ihr dann bestätigt, dass sich die Betreiber schweren Herzens zu dem Schritt entschlossen hatten, Nicht-Campern das Baden an der Badestelle nur noch in Ausnahmefällen zu gestatten. Zahlreiche (zahlende) Camper hätten sich immer mehr über den Lärm durch die Badenden beschwert, auch würden die Kosten für die Benutzung der vorhandenenEinrichtungen (Sanitäranlagen, Spielgeräte, …) durch den geringen Eintritt bei weitem nicht gedeckt. Lediglich Schwaanern mit Jahreskarte würde daher weiter der Zugang gewährt ( z.B. den Anwohnern in der Sandgarten-Bungalowsiedlung) aber keinesfalls mehr Tagesgästen. Dies wenig erfreuliche Ergebnis der Unterredung schilderte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Rüdiger Zöllig, den Stadtvertretern am 11.09.19 auf deren Sitzung. Er äußerte seine Sorge, dass insbesondere Schwaaner Kindern das Baden an einer offiziellen Badestelle nicht mehr möglich sei und forderte eine zeitnahe Klärung unter Einbeziehung des zuständigen Fachausschusses. Zöllig beantragte, zusätzlich folgenden Beschlussvorschlag auf die Tagesordnung zu setzen:

„Die Stadtvertretung beschließt, den Ausschuss für Jugend, Senioren, Bildung, Soziales und Kultur zu beauftragen, über mögliche Alternativen zur Badestelle im Sandgarten zu beraten und der Stadtvertretung Lösungsvorschläge zu unterbreiten.“

Begründet wurde der Antrag mit dem dringlichen öffentlichen Interesse an einer gesicherten Badestelle. Der Antrag wurde von den Stadtvertretern einstimmig auf die Tagesordnung gesetzt und im Zuge deren Abarbeitung später ebenso einstimmig angenommen.

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