Foto der Baumpflanzung (c) Steffen Marklein

Eine Linde für die Dorfmitte Bröbberows

Das kreisrunde Loch in der Pflasterung vor dem „Alten Pferdestall“ in Bröbberow ist wieder geschlossen. Grund für die Aufnahme der Pflastersteine war die Schaffung eines Pflanzlochs für eine Kaiserlinde, Tilia europaea Pallida. Diese wurde am Nikolaustag gesetzt, wird in den kommenden Wintermonaten anwachsen und in den nächsten Jahren hoffentlich gut gedeihen.

Gespendet wurde der Baum durch Herrn Ulrich Schlüter aus Bremen. Der ehemalige Justiziar und Sozialdezernent des Kreises Bützow hatte die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum der deutschen Einheit zum Anlass genommen, einer Gemeinde in seinem ehemaligen Wirkungskreis eine Spende in Form einer Kaiserlinde zukommen zu lassen. Ulrich Schlüter war 1991 als Jurist in die Verwaltung des Kreises Bützow gekommen, zu dem bis zur Kreisgebietsreform 1994 auch Bröbberow gehörte. Zwar verließ auch Ulrich Schlüter 1994 die Kreisverwaltung wieder und wurde 1999 Ortsamtsleiter des Bremer Stadtteils Osterholz, jedoch blieb er der Region um Bützow stets verbunden und initiierte 2010 eine Städtepartnerschaft zwischen Osterholz und Bützow. Beeindruckt von der Entwicklung der Gemeinde Bröbberow überließ Ulrich Schlüter 2020 der Gemeinde eine zweckgebundene Spende von 750 €. Aufgrund der im letzten Jahr noch nicht vollständig abgeschlossenen Bauarbeiten am „Alten Pferdestall“ wurde die Linde nun erst gepflanzt.

Die Bezeichnung „Kaiserlinde“, ihr lateinischer Name ist Tilia europaea Pallida, stammt aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, als die Verehrung des deutschen Kaisertums eine Blüte erlebte und Kaiserlinden häufig zur Erinnerung an Geburts- bzw. Todestage der deutschen Kaiser oder zu anderen nationalen Feiertagen gepflanzt wurden. Darüber hinaus steht die Linde seit jeher als Symbol für den kommunikativen Treffpunkt des Dorfes. Da diese Intention ebenfalls mit der Sanierung des Pferdestalls verbunden war, fiel die Wahl des Standortes für den Baum auf den Außenbereich des großen Veranstaltungsraumes. Bereits jetzt füllen Bewohner der 1. Etage, gewerbliche Mieter und eine Yogagruppe im Untergeschoss das Gebäude mit Leben. Die Gemeinde dankt Herrn Ulrich Schlüter an dieser Stelle herzlich für die Spende.

J. Schentschischin

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